Schule, die uns beeinflusst?

Milla Heubner, Klasse 9a, Freie Schule Anhalt, Köthen

 

Die Schule prägt uns Jugendliche in einem für unsere Entwicklung wichtigen Alter. Sie legt den Grundstein für das weitere Leben, heißt es, aber wir alle haben eine eigene Vorstellung, wie Schule zu sein hat.

Für den Erwachsenen meist eine Mischung aus ›Disziplin lernen‹ und der optimalen Weiterentwicklung der Persönlichkeit, was von vielgehörten Sprüchen geprägt ist, wie: “Mathe ist natürlich wichtig, Deutsch auch, Fremdsprachen braucht man immer mehr.“ Und dann sollen wir auch sowohl selbstständig arbeiten können als auch im Team funktionieren.

Aber wir Jugendlichen sind in hohem Maße nicht nur den Erwartungen des Umfeldes, sondern auch denen der Gleichaltrigen ausgesetzt. Durch die sozialen Medien angefeuert, sollte Jede*r mindestens gutaussehend, erfolgreich, reich, gesund und sportlich sein. Dazu immer verfügbar, weil immer irgendwas passiert. Doch viel wichtiger ist es; echt und freundlich zu sein!

Ist die Zeit doch nicht so schön wie jeder sagt?

Viele Jugendliche sind wegen dem Notendruck gestresst und haben meist viele schlaflose Nächte hinter sich. Manche sind der Meinung, dass die Schulzeit eine der schönsten Zeit ihres Lebens ist, und andere sind froh, wenn sie diese Zeit hinter sich haben, weil sie Mobbing oder anderen Stresssituationen in der Schulzeit ausgesetzt sind. Aber für alle stellen sich nach der Schule die Fragen: „Wer bin ich? Wie möchte ich von anderen wahrgenommen werden? Wo möchte ich im Leben hin? Wie gehe ich mit anderen um?“ Diese Fragen können uns nämlich keine Schulbücher der Welt beantworten.

Wir Schüler wünschen uns.

Wir wünschen uns, dass in der Schule mehr auf unsere Stärken geachtet wird und sie mehr gefördert werden. Wir wünschen uns auch, dass, nicht nur weil wir keine guten Noten haben, gleich angenommen wird, dass wir faul und ungebildet sind. Wir sind der Meinung, dass das deutsche Schulsystem sehr veraltet ist und dringend erneuert werden müsste. Diese Erneuerung sollte aber in Zusammenarbeit mit uns Jugendlichen stattfinden. Auch wünschen wir uns mehr praxisnahe Unterrichtserfahrung.

1 Kommentar

  1. Veröffentlicht von Lutz Wuerbach am Mai 24, 2024 um 8:23 am

    Liebe Milla, das ist ja fast schon ein Rundum-Schlag zum Thema Bildung. Was keine Kritik sein soll – im Gegenteil. Du legst den Finger in die Wunde. Ich denke, über Deinen Text kann man trefflich diskutieren. Allein deshalb ist es schon ein guter Text. Was mich dennoch bewegt: Du forderst Veränderungen, aber Vorschläge für Lösungen machst Du nicht. Und Du schreibst in der Wir-Form. Wer ist „Wir“? Bist Du die Sprecherin Deiner Generation? Aufpassen mit solchen Verallgemeinerungen, vielleicht teilt ja nicht jeder Mitschüler Deine Meinung.

Hinterlassen Sie einen Kommentar