Brennt es wirklich oder ist es nur ein Irrtum?

Lena Röder, Klasse 9a, Freie Schule Anhalt, Köthen

 

Übertriebene Fürsorge der Menschen hält Feuerwehr auf Trab.

Täglich gehen Anrufe bei der Leitstelle ein. 112 ist wohl die bekannteste Handy-Nummer. Von einer Katzenrettung vom Baum bis zu einem Großbrand. Sehr oft wird auch eine Brandmeldeanlage in einem Krankenhaus, Kindergarten oder auch Altersheim ausgelöst, dabei wird meist sofort die Feuerwehr alarmiert. Viele Feuerwehren im Umkreis haben mittlerweile gute Internetverbindungen auf Facebook und anderen Plattformen wie Instagram. So berichtet auch die Freiwillige Feuerwehr in Köthen auf ihrer Internetseite über Einsätze.

Viele Meldungen sind aber Falschmeldungen oder viel zu dramatisierte Meldungen. Oft kommt es vor, dass Passanten oder Anwohner anrufen und einen Kleinbrand, aber auch Gebäudebrand melden. Wie üblich rückt die Feuerwehr aus, jeden Tag kämpfen hier Feuerwehrleute für das Leben der Menschen, aber auch um ihr eigens; bei jedem Einsatz setzen sie ihr Leben aufs Spiel.

Aber vor Ort gab es gar keinen richtigen Einsatz? Kein Brand?

Natürlich könnte man sich jetzt denken, dass die Anrufer vorsorglich waren und in Panik und Angst verfielen. Am 16. März dieses Jahres meldete ein Anrufer der Lohmann-Straße einen Feuerschein, ein Nachbar beaufsichtigte seine Feuerschale ordnungsgemäß. Ein sehr ähnliches Ereignis ergab sich auch am 19. März, in der Prosigker Kreisstraße. Bei der Leitstelle ging ein Gebäudebrand ein, vor Ort aber wurde “nur” eine beaufsichtigte Feuerschale festgestellt.

All diese und noch mehr Meldungen, welche scheinbar, aber nicht sicher eingehen, bestimmen das Leben von manchmal sehr vielen Menschen. Ob es sich aber um einen Irrtum handelt, kann keiner sagen, aber auch befragte Anwohner der Stadt Köthen finden dieses Geschehen fraglich, so ein 15-jähriger anonymer Schüler: „Es sollten höhere Geldstrafen bzw. allgemein Strafen für falsche Meldungen verlangt werden.”

Solche Anrufe könnten vermieden werden. Eine Fürsorglichkeit um das eigene Wohl oder das ihrer Nachbarn ist prinzipiell nicht falsch, man sollte sich aber vergewissern, bevor man die Nummer 112 wählt.

1 Kommentar

  1. Veröffentlicht von Lutz Wuerbach am Mai 24, 2024 um 8:31 am

    Liebe Lena, vielen Dank für Deinen Text. Den Inhalt halte ich allerdings für problematisch. Wenn ich den Menschen mit Strafen für falsche Alarme drohe, ruft niemand mehr die Feuerwehr – selbst wenn die halbe Stadt in Flammen steht. Ich behaupte mal, selbst die Feuerwehren finden Deinen Vorschlag nicht gut. Anders sieht es aus, wenn jemand bewusst falschen Alarm auslöst, quasi aus Spaß. Aber dafür können Leute auch jetzt schon finanziell zur Verantwortung gezogen werden. Was ich sagen will: Ich akzeptiere Deine Meinung, teile sie ab nicht.

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